BEWERBUNGSFOTO: DAS SAHNEHÄUBCHEN JEDER BEWERBUNG

Jeden Tag werden dutzende von Fotos für die sozialen Medien gemacht. Doch geht es um das Bewerbungsbild, fällt einem das Lachen und Posen gleich viel schwerer. Dabei ist das Bewerbungsfoto ein wichtiger Teil der Bewerbung, da der erste Eindruck des Personalers die Erfolgschancen beeinflussen kann. Worauf es bei einem guten Bewerbungsfoto ankommt und wie Sie Ihren Lebenslauf damit hervorheben, verraten wir Ihnen hier.
Bewerbungsfoto
Bewerbungsfoto – ja oder nein?

Wenn es ans Bewerbung schreiben geht, stellt sich irgendwann die Frage, ob ein Bewerbungsfoto notwendig ist. In der heutigen Gesellschaft wird immer wieder darüber diskutiert, ob ein Bewerbungsfoto überhaupt noch zeitgemäß ist oder es aufgrund der Diskriminierung vernachlässigt werden soll.
Grundsätzlich sind Bewerber nicht dazu verpflichtet, ein Bewerbungsfoto der Bewerbung hinzuzufügen. Jedoch ist das Einreichen eines Fotos weitverbreitet und bei Personalern gerne angesehen. Oftmals wird dadurch die Entscheidung des Personalverantwortlichen unterbewusst beeinträchtigt, weshalb ein gutes Bewerbungsfoto ein großer Vorteil sein kann. Was spricht also dafür und gegen ein Bewerbungsbild?

     – Durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sollen Menschen nicht aufgrund von Religion oder ethnischer Herkunft diskriminiert werden. Dies gilt                  auch für Bewerbungen: Bewerber dürfen nicht nach ihrem Äußeren beurteilt werden. Im Ausland ist eine Bewerbung ohne Foto sogar unüblich.
     + In vielen Branchen ist das Erscheinungsbild und Auftreten bedeutsam für den Job. Vor allem wenn viel Kundenkontakt besteht oder die Mitarbeiter repräsentativ            für das Unternehmen stehen. Deswegen ist für viele Unternehmen schon vorab interessant, was für ein Typ der Bewerber ist.
     + Ein Bewerbungsfoto macht die Bewerbung viel persönlicher und greifbarer. Springt der Sympathiefunke bereits beim ersten Blick über, kann sich dies positiv auf            die Entscheidung auswirken. Und spätestens im Bewerbungsgespräch kommt es sowieso zum Kennenlernen.

 

Wie sieht ein gutes Bewerbungsbild aus?

Um ein gutes Bild zu hinterlassen, ist es wichtig dem Lebenslauf ein professionelles Bewerbungsfoto beizulegen. Doch ein sympathisches und geeignetes Foto für die Bewerbung zu schießen, ist oftmals nicht ganz einfach. Deswegen sollten Bewerber überlegen, zu einem Fotoprofi zu gehen – um ihre Chance auf den Job zu erhöhen. Und wie sieht nun das optimale Bewerbungsfoto aus?

Merkmale für ein gutes Bewerbungsbild

QUALITÄT
Eine gute Qualität des Bewerbungsfotos ist unerlässlich, um einen kompetenten ersten Eindruck zu hinterlassen. Fotos aus dem Automaten oder Schnappschüsse aus der Freizeit oder dem Urlaub sind daher nicht geeignet für die Bewerbung. Dies zeigt nur, dass Sie kein großes Interesse daran haben, in Ihre berufliche Zukunft zu investieren. Deswegen ist es wichtig, ein Porträtfoto von einem professionellen Fotografen machen zu lassen, um so eine optimale Qualität zu sichern.

KLEIDUNG
Die Kleidung sollte vor allem zu Ihnen und dem anvisierten Beruf passen. Ist ein Anzug in dem Beruf Pflicht, sollte dieser auch auf dem Bewerbungsfoto angezogen werden. Anderenfalls sind ein Hemd oder eine Bluse ausreichend. Vor allem ist eine fleckenfreie und gebügelte Kleidung wichtig, um einen professionellen Eindruck zu machen. Knallige Farben sollten ebenfalls gemieden werden – unser Tipp: mit einem hellen Hemd oder einer hellen Bluse bei dunklem Hintergrund oder dunklen, gedeckten Farben bei hellem Hintergrund können Sie nichts falsch machen.

ERSCHEINUNGSBILD
Neben der Kleidung ist ein gutes und gepflegtes Erscheinungsbild notwendig. Hier heißt es: weniger ist mehr.

  • Frisur: Tragen Sie die Haare so natürlich wie möglich. Vor allem sollten sie frisch gewaschen und gepflegt sein. Bei Frauen und Männern mit langen Haaren sollte das Gesicht nicht verdeckt werden – zusammengebundene Haare können professionell wirken, aber auch offene Haare sind geeignet für das Bewerbungsfoto.
  • Make-up: Verwenden Sie ein dezentes Make-up, das Sie frisch aussehen lässt. Auch Männer sollten sich etwas abpudern, um einen fettigen Glanz zu vermeiden. Von zu viel Make-up und auffälligen Farben sollten Sie unbedingt die Finger lassen.
  • Schmuck: Große Ketten und Ohrringe sind ein No Go. Setzen Sie lieber auf wenig und dezenten Schmuck oder lassen Sie ihn weg.

GESICHTSAUSDRUCK
Vielen Bewerbern fällt es schwer einen natürlichen und sympathischen Gesichtsausdruck auf Bildern zu präsentieren. Üben Sie deshalb vorher Ihr Lächeln. Ein authentisches Lächeln beeinflusst Ihre Ausstrahlung auf dem Bild und lässt Sie offen und freundlich wirken. Dabei ist es nicht zwingend notwendig Zähne zu zeigen. Ein gerader Blick und Natürlichkeit sind der richtige Weg zu einem optimalen Bewerbungsfoto.

 

Wo befindet sich das Bild und welche Größe sollte es haben?

Ist in Ihrer Bewerbung ein Deckblatt vorhanden, ist es sinnvoll, dass Bewerbungsbild direkt hier zu platzieren – auf dieser Seite können Sie ein größeres Format verwenden und es am besten mittig fixieren.
Haben Sie sich für eine Bewerbung ohne Deckblatt entschieden, ist es üblich das Bewerbungsfoto rechts oben in der Ecke anzubringen. Hier hat das Foto für gewöhnlich eine Breite von 4-5cm und eine Höhe von 5-7cm.

 

Die größten No Gos bei Bewerbungsbildern
  • Alte Bewerbungsfotos: Spätestens bei Ihrem Bewerbungsgespräch würde sich der Personaler wundern, wieso Ihr Aussehen nicht mit dem Bewerbungsfoto übereinstimmt. Dies kann im schlimmsten Fall Ihr Aus bedeuten. Ihr Bewerbungsbild sollte demnach nicht älter als 2 Jahre sein.
  • Schlechte Qualität: Unscharfe Bilder lassen Sie in keinem guten Licht erscheinen.
  • Kurze Ärmel: Je nach Berufsfeld kann sich die Kleidung auf Bewerbungsbildern unterscheiden. Die Arme sollten dennoch bedeckt sein.
  • Zu viel Haut: Tiefe Einblicke sind tabu. Sie möchten schließlich Ihrem potentiellen Arbeitgeber einen Eindruck über Ihre Person und Ihre Berufserfahrung vermitteln.
  • Schnappschüsse: Urlaubsfotos, Partybilder oder Selfies haben in der Bewerbung nichts verloren.
  • Büroklammer: Bei der schriftlichen Bewerbung sollte das Bewerbungsfoto mit einem Klebestift fixiert werden. Ein angeheftetes Bild wirkt sehr unprofessionell.
  • Knallige Farben: Solange Sie sich nicht als Clown bewerben, sollten Sie knallige Farben unbedingt vermeiden und lieber auf dezente Farben setzen.

     

Das Bewerbungsfoto ist keine Pflicht. Sie können jedoch eine wertvolle Chance verschenken. Ein Bewerbungsbild dient schließlich nicht nur zur Identifikation, sondern vielmehr der bildlichen Darstellung der eigenen Person, welche den Eindruck des Personalers unterbewusst beeinflussen kann. Setzen Sie also auf ein professionelles Bewerbungsfoto und verleihen Sie Ihrer Bewerbung mehr Ausdruck.

Sie haben nun ein aussagekräftiges Bewerbungsbild und wollen sich bewerben? Dann senden Sie uns Ihren Lebenslauf und wir melden uns so schnell wie möglich bei Ihnen.